Solarstrom verkaufen: So lohnt sich der Verkauf Ihrer PV-Energie

Solarstrom, ein kostbares Gut, das mit der eigenen Photovoltaikanlage von unseren Dächern ohne Umwege in unsere Steckdosen fließt. Jeder Sonnenstrahl lässt das energetische Herz der Betreiber höherschlagen. Grüne Energie, selbst produziert und mit Euphorie und Autarkie im eigenen Haushalt eingesetzt. Womöglich trägt ein eigener Stromspeicher außerdem dazu bei, Ihren Eigenverbrauch zu optimieren und die Solarenergie bestmöglich selbst zu verbrauchen.

Doch was passiert mit dem überschüssigen Solarstrom, den Ihre PV-Anlage in technologischer Meisterleistung hergestellt hat, der aber nicht von Ihnen verbraucht oder im Stromspeicher aufgefangen werden kann? Wenn die Solarstromanlage also mehr produziert, als sie nutzen können, gibt es gleich mehrere Möglichkeiten, den Stromüberschuss zu Geld zu machen.

Der überschüssige Solarstrom kann beispielsweise an die öffentlichen Stromlieferanten verkauft werden: Netzeinspeisung, das Wort ist Ihnen sicher schon einmal im PV-Zusammenhang begegnet. Doch ist die Netzeinspeisung wirklich die beste Möglichkeit, überschüssigen Solarstrom zu verkaufen? Wir zeigen Ihnen Alternativen und erläutern, was Sie beim Verkauf von PV-Strom beachten sollten. Beginnen wollen wir trotzdem mit dem Klassiker: der Einspeisung ins öffentliche Stromnetz.

Erzeugten Solarstrom verkaufen: Diese Möglichkeiten gibt es

Die Netzeinspeisung: der Verkauf von Solarstrom an öffentliche Betreiber

Das Prinzip der Netzeinspeisung lässt sich schnell zusammenfassen: Alles, was Ihre Photovoltaikanlage an Energie produziert und nicht von Ihnen selbst genutzt werden kann oder soll, wird ins öffentliche Netz eingespeist. Dafür erhalten Sie, als Betreiber der PV-Anlage, einen Obolus, die Einspeisevergütung. So weit so gut, war dieses Vorgehen zu Beginn der privaten Nutzung von PV-Anlagen vor einigen Jahrzehnten ein lohnenswertes Konzept. Für die Kilowattstunde gab es beispielsweise vor 10 Jahren noch bis zu 39 Cent (bei Anlagen bis 10 kWp).

Im März 2022 brachte die Einspeisung nur noch 6,63 Cent pro Kilowattstunde ein (bei gleicher Anlagengröße). Ein Abwärtstrend also, der die Wirtschaftlichkeit der Netzeinspeisung in Frage stellt. Die Einspeisevergütung, die Sie bei Inbetriebnahme der Anlage vereinbart haben, behält 20 Jahre ihre Gültigkeit. Nach Ablauf dieser Zeit muss der Netzbetreiber weiterhin eine Einspeisung ermöglichen, jedoch zu aktuellen Konditionen. Diese sind mit den Vergütungen, die vor 20 Jahren angeboten wurden längst nicht mehr vergleichbar. Als Faustregel lässt sich hier sagen: Vom Tag, an dem der Strompreis über der Vergütung für die Netzeinspeisung liegt, macht es mehr Sinn, den Solarstrom selbst zu verbrauchen, als ihn zu verkaufen.

Entwicklung des Solarstrom-Marktwert im Vergleich zur Einspeisevergütung

Damit heißen wir Sie herzlich willkommen in der Gegenwart, in der die gekaufte Kilowattstunde aktuell bei durchschnittlich 40,64 Cent pro Kilowattstunde (Stand April 2022) liegt und ins Netz eingespeister Strom eben ca. 6,63 Cent ins Portemonnaie spült. Wir winken der Idee der Einspeisevergütung also freundlich Goodbye und wenden uns den Alternativen des PV-Strom Verkaufs zu.

Der direkte Weiterverkauf: PV-Strom an Mieter oder Nachbarn verkaufen 

Warum in die Ferne schweifen, wenn die Lösung doch so nah ist? Ein fairer Preis für Strom. Diesen frommen Wunsch hegen Sie sicher nicht allein, auch Ihre Mieter oder Nachbarn könnten sich über Ihren Solarstrom freuen, schließlich ist es Ihnen bei den aktuellen Konditionen möglich, die grüne Energie zu günstigeren Preisen zu verkaufen, als die öffentlichen Anbieter das tun. Im Schnitt lässt sich sagen, dass für den selbst produzierten Solarstrom ungefähr 10 Cent pro Kilowattstunde anfallen (je nach Größe und Ausstattung können diese Kosten variieren).

Vergleicht man diese Kosten mit den aktuellen Strompreisen, wird deutlich: PV-Betreiber, Mieter oder Nachbar und die Umwelt profitieren davon, den günstigen Solarstrom zu verkaufen. Ein weiterer Grund, der für dieses Konzept spricht, ist die EEG-Umlage. Sie dient der Förderung erneuerbarer Energien. Zu Beginn des Jahres ist die Umlage bereits stark gesunken, 2023 soll sie nach aktuellem Stand komplett abgeschafft werden. Gewerblichen Mieterstrom anzubieten, wird so noch attraktiver.

Bevor Sie Ihr Mietobjekt jedoch mit Solarmodulen ausstatten, sollten Sie unbedingt mit Ihren Mietern sprechen. Denn sie entscheiden selbst, ob sie Ihren Solarstrom überhaupt nutzen oder doch lieber den Strom aus dem öffentlichen Netz verwenden möchten. Die genauen Bestimmungen für den Verkauf von Solarstrom an Mieter regelt das Mieterstromgesetz. Beachten Sie unbedingt auch eventuelle Subventionen, die für den sogenannten Mieterstrom wahrgenommen werden könnten. 

Die Stromcloud: Eine clevere Alternative mit hohem Autarkiegrad

Bei der Nutzung einer Stromcloud handelt es sich nicht um den typischen Verkauf von Solarenergie. Trotzdem bietet das Konzept im Vergleich zur Netzeinspeisung einige Vorteile, die insbesondere mit Blick auf die steigenden Strompreise lohnenswert sind. Doch von vorn: Das Konzept der Solarcloud ist es, den überschüssigen Solarstrom (also nach Eigenverbrauch und Sicherung im eigenen Stromspeicher) in die Stromcloud zu schicken.

Im Gegensatz zur Weitergabe ans öffentliche Netz, ist die Ausbeute Ihrer Photovoltaikanlage dann nicht weg. Sie wird ihrem Cloud-Konto gutgeschrieben, bis Sie sie wieder abrufen. Im übertragenen Sinne bekommt Ihr PV-Strom dort ein längeres Mindesthaltbarkeitsdatum verpasst, als die erneuerbare Energie, die sich in Ihrem persönlichen Stromspeicher befindet und voraussichtlich schon in der nächsten Nacht eingesetzt wird. In der Stromcloud bleibt der Strom beispielsweise bis zum Winter, wenn die PV-Anlage weniger Energie abwirft. Doch wie lässt sich der Strom dort dann verkaufen? Ganz einfach: Bei den meisten Anbietern werden Einspeisung und Bezug gegeneinander gerechnet.

Haben Sie also mehr Strom eingespeist, als aus der Cloud bezogen, profitieren Sie von der Vergütung des Überschusses. Sie haben also Ihren Solarstrom verkauft. Wurde jedoch mehr Strom aus der Cloud gesaugt als zugeführt, zahlen Sie nach. Ein weiterer Vorteil: Im Vergleich zum Kilowattpreis aus dem öffentlichen Netz, kommen Cloud-Kunden hier oft deutlich günstiger weg.

Mit speziellen Cloud-Lösungen, wie beispielsweise der der SENEC.Cloud Family & Friends ist es außerdem möglich, den erzeugten Solarstrom mit anderen zu teilen. Bis zu zwei weiteren Abnahmestellen können dem Cloud-Konto hinzugefügt werden. Die grüne Energie von Ihrem Dach kann also beispielsweise Ihrem Ferienhaus in Deutschland oder auch an die erste eigene Wohnung der Kinder geliefert werden. Für eine Stromcloud wird jedoch normalerweise eine Grundgebühr fällig, die in die Rechnung mit einbezogen werden sollte, trotzdem ist die Cloud häufig wirtschaftlicher als die Netzeinspeisung. 

Ob Sie Ihre Photovoltaikanlage auf dem eigenen Dach oder auf dem Ihres Mietshauses installieren wollen, den überschüssigen Strom sollten Sie in jedem Fall nutzen. Denn egal, für welches der drei Verkaufsmodelle Sie sich entscheiden – alles ist besser, als den Energieüberschuss Ihres Solarstroms einfach verstreichen zu lassen. 

Kontaktieren Sie uns jetzt und lassen Sie sich umfassend und objektiv beraten, welche Möglichkeiten für Ihre speziellen Bedürfnisse die besten sind. Um die Beantragung Ihrer Förderungen und Subventionen für die PV-Anlage kümmern wir uns bei Energieversum übrigens auch.

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