Der Sonne entgegen: Aufständerung Solarmodule 

Aufständern von Modulen in der Photovoltaik

Wer die Anschaffung einer Photovoltaikanlage plant, der richtet den Blick als allererstes gen Himmel. Dort begrüßt uns die Sonne mit herrlichen Strahlen, die wir für unsere Träume der Photovoltaik bestens gebrauchen können. Der zweite Blick ist immer noch nach oben gerichtet, denn was wir ebenso brauchen, ist ein geeignetes Dach, auf dem wir unsere Solarmodule montieren können. Wer nun den Anblick von unverbauten Schrägdächern genießt, der klickt jetzt weiter und freut sich des solaren Lebens. Wer allerdings ein Flachdach vor Augen hat, der runzelt nun vielleicht die Stirn. Schließlich hören wir ja immer wieder, wie wichtig es bei der Produktion von Strom aus Photovoltaik ist, dass die Sonnenstrahlen im rechten Winkel auf unsere Solarmodule treffen. Doch kein Grund zur PV-Faltenbildung – es gibt eine ganz einfache Lösung: Die Aufständerung von Photovoltaikmodulen.

Warum ist die Aufständerung der PV-Module nötig?

Zunächst stellt sich vielen die Frage, warum es überhaupt nötig ist, die Solarmodule auf einem Flachdach auf einer Aufständerung zu montieren. Die Antwort ist relativ einfach: Damit wir möglichst viel Solarstrom produzieren können, sollten wir unsere Photovoltaikpanele so ausrichten, dass besonders oft bzw. lange Sonnenstrahlen im rechten Winkel auf die Module treffen. Das bedeutet, der perfekte Winkel und die passende Art der Aufständerung haben auch mit der Ausrichtung der Anlage zu tun – haben wir eine Photovoltaikanlage auf dem Dach, die nach Süden ausgerichtet ist, kann der Winkel also etwas anders sein, als bei Ost-West-Ausrichtung. Generell lässt sich jedoch sagen, dass ein Neigungswinkel von 30 bis 35 Grad in Deutschland optimal ist. Und den können wir mit der Montage einer Aufständerung auf dem Dach oft sogar noch genauer treffen, als bei der Installation auf einem Schrägdach, das den Winkel zum großen Teil vorgibt.

Welche Vorteile hat die Aufständerung der Solarmodule auf einem Flachdach?

Wir haben es schon besprochen, aber das ist natürlich der größe Vorteil bei der Aufständerung von PV-Modulen: Wir können dafür sorgen, dass sie in einem optimalen Winkel zur Sonne platziert werden. Auf diese Weise stellen wir sicher, dass sie die maximale Sonneneinstrahlung erhalten und unsere PV-Anlage noch effizienter bei der Sache ist. Doch es gibt noch weitere Gründe, die aus einem Flachdach eine solare Tugend machen. Denn häufig bietet eine Photovoltaikanlage mit Aufständerung eine gute Luftzirkulation. Das sorgt dafür, dass die PV-Module sich nicht so sehr aufheizen. Eine gute Betriebstemperatur wiederum optimiert die Leistung der PV-Zellen und somit die Stromproduktion. Wunderbar. Auch die Wartung kann durch die Aufständerung erleichtert werden. Außerdem sorgt die Montage einer Aufständerung dafür, dass die Solarmodule aufgrund ihres günstigen Winkels weniger anfällig für Schnee oder Verschmutzungen sind. So sparen wir im besten Fall sogar Kosten bei der Wartung und Reinigung.

Was gilt es bei der Installation auf einem Flachdach zu beachten?

Damit wir von den genannten Vorzügen profitieren können, sollten wir bei der Aufständerung unserer Solarmodule jedoch einige Punkte beachten. Auf vielen Dächern kann durch die Aufständerung ein Schattenwurf entstehen, den wir unbedingt vermeiden möchten. Denn schließlich wollen wir nicht selbst unsere Solar-Ausbeute schmälern. Um also zu verhindern, dass die Module sich gegenseitig verschatten, sollten wir darauf achten, einen Mindestabstand zwischen den PV-Modulen einzuhalten. So stellen wir sicher, dass die Solar-Leistung der Zellen nicht durch gegenseitige Verschattung beeinträchtigt wird. Außerdem kann eine Aufständerung eine ziemlich zugige Angelegenheit sein. Daher sollten wir unbedingt sicherstellen, dass wir in Bezug auf die verwendeten Materialien nicht am falschen Ende sparen. Die Sicherheit einer Photovoltaikanlage sollte immer im Fokus stehen. Daher ist der Rat oder noch besser die Arbeit eines PV-Profis hier immer eine gute Wahl.

Wie funktioniert das Montagesystem bei einer Aufständerung?

Damit wir die Module unserer Photovoltaikanlage auf unserem Flachdach optimal ausrichten können, benötigen wir zunächst eine Unterkonstruktion. Auf diese werden die PV-Module geschraubt. Diese Stützvorrichtungen sind mit verschiedenen Neigungswinkeln erhältlich – je nachdem, wie wir den größten Solar-Vorteil aus unserer Photovoltaikanlage generieren und welche Neigung das Dach selbst aufweist – denn auch ein Flachdach hat im Normalfall einen gewissen Neigungswinkel, damit sich zum Beispiel kein Regenwasser sammelt.

 

Verschiedene Methoden zur Aufständerung

Zur Montage der Aufständerung auf dem Dach gibt es unter anderem die Möglichkeit der Ballast-Montage. Bei dieser Methode werden die Solarmodule auf Stahlrahmen oder Montageschienen montiert. Diese werden dann mit einem Gewicht beschwert. Der Ballast kann aus Betonblöcken, Steinplatten oder anderen schweren Materialien bestehen. Das Gewicht hält die Solarmodule auf den Dächern, ohne dass Bohrungen in die Dachhaut erforderlich sind. Dazu müssen es natürlich entsprechend viele kg sein. Die genaue Anordnung und das nötige Gewicht des Ballasts wird durch Berechnungen und statische Last-Analysen bestimmt, um sicherzustellen, dass die Module den Witterungsbedingungen standhalten. Und die können zum Teil stark sein. Denn je höher der Aufstellwinkel, desto stärker sind die PV-Module der Windlast ausgesetzt. Aber auch die Höhe der Installation, der Abstand zum Dachrand und andere äußere Einflüsse müssen hier mit einbezogen werden. Die Berechnung der nötigen Last ist also sehr komplex. Einige Hersteller bieten einen Rechner, der dabei hilft, das nötige Gewicht zu ermitteln. Auch hier gilt: Sicherheit geht vor, wer unsicher ist, sollte unbedingt einen PV-Profi hinzuziehen, der dabei hilft, zu entscheiden, ob die Ballast-Montage der Aufständerungen für die Gegebenheiten vor Ort die passende Methode ist.

Alternativ können die Solarmodule direkt auf dem Flachdach befestigt werden, indem sie mit Schrauben oder Befestigungselementen durch die Dachhaut hindurch fixiert werden. Dies erfordert eine genaue Planung und eine professionelle Installation, um sicherzustellen, dass die Dachhaut ordnungsgemäß abgedichtet wird und Leckagen vermieden werden. Bei dieser Methode ist es wichtig, mit den richtigen Abdichtungsmaterialien und -techniken der Aufständerung zu arbeiten, um die Integrität des Daches zu gewährleisten.

Häufig lassen sich für die Aufständerung bereits fertige Pakete erwerben. Bei einem Flachdach Montagesystem sind dann beispielsweise bereits die nötigen Haken, Modulklemmen, Schienen und Verbindungselemente inkl. – ob man dann auf eine Verschraubung setzt oder die Dachhaut unbeschädigt lässt und die Ballast-Methode nutzt, muss je nach Montageort entschieden werden und kommt auf das Dach an.

Eine Photovoltaikanlage von Energieversum

Sie möchten die fachmännische Montage Ihrer Anlage einem PV-Profi überlassen? Dann sprechen Sie uns einfach an oder vereinbaren Sie einen unverbindlichen Beratungstermin mit unserem Team. Wir planen die PV-Anlage, die genau zu Ihren Anforderungen passt. Wir beziehen die Gegebenheiten auf dem Dach ebenso mit ein, wie die Details zu Ihrem Stromverbrauch. Wir freuen uns auf Ihre Anfrage.

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